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Archiv des Autors: lieschenlisi

Alles hat ein Ende nur die…. oder Wenn es am schönsten ist, dann soll man bekanntlich aufhören!!!

Zuerst einmal: Danke an alle netten Leser, Unterstützer, Kritiker und Weiterflüsterer….

Die letzte Gruppe hat es auch geschafft, dass ich mein Projekt, dass mir wirklich gut getan hat, aber aus persönlichen und fremden Schutz beenden werde.

Gut getan, hat mir das Schreiben, weil ich mir einige Sachen von der Seele schreiben durfte ohne Konsequenzen. Dieser Blog wurde nur einen handvoll vertrauenswürdigen Menschen mitgeteilt, die zwar mit mir reden durften und auch untereinander, aber weitererzählen und das vor allem LÜGEN oder Sachen weitererzählen, die zu Mißverständnissen führt, das wollte ich bei Gott nicht.

Das Problem ist nunmehr folgendes. Dieser Blog hat mir wirklich geholfen, an Sachen dranzubleiben, sei es nun an meinem (ich sag einmal recht erfolgreichen) Abnehmprogramm letztes Jahr, an meiner aktuellen 30-Tage-Challenge oder auch einfach über mich und meiner Frau Zicke (Knien) oder dem Miststück von Psyche nachzudenken. Da es leider nach hinten los ging, werde ich wohl nichts mehr in der Öffentlichkeit mitteilen und/oder auch einfach ein stinknormales Tagebuch führen. Aber ob ich dran bleibe, wenn die Öffentlichkeit nicht mitliest? Wie ich mich kenne: wohl eher nicht! (Mich wundert übrigens grade nicht, dass ich laut Psychotest so mißtrauisch den Menschen gegenüber bin!!!! Wieder mal bestätigt, dass man lieber Sachen für sich behält!)

Nun zur Klarstellung, liebe Weiterflüsterer und flüstert das gefälligst auch an die Stellen weiter, die sich ach so viele Sorgen um mich machen. Ich würde das ja selber tun, aber ich würde dann wahrscheinlich echt durchdrehen.

Punkt 1: Ich bin nicht selbstmordgefährdet. Ich bin depressiv, das bin ich (wenn man ehrlich ist) schon seit Jahren. Einige wissen das, einige wissen das nicht. Man und auch ich haben es nur nicht mitbekommen, weil ich mich so in die Arbeit vertieft habe, dass man keine Zeit hat in Selbstmitleid oder sonstiges zu versinken. Zweimal hatte ich etwas tiefere Depressionen, die auch GUTE Freunde erkannt haben und mir geholfen haben. Das ich jetzt etwas depressiv bin, liegt einfach daran, dass ich arbeitslos bin, dass ich zuviel Zeit zum denken haben, dass ich keine Projekte habe, die mich motivieren. Das kenne ich aber schon seit ich 16 bin und deswegen habe ich IMMER gesagt: Stillstand ist der Tod! Ich mochte echt keine Ruhe, weil ich wusste, dass ich zuviel über den Sinn des Lebens nachdenke oder eben Unsinn des Lebens *lach*.

Punkt 2: Ich schrieb hier wirklich persönliche Dinge, von wegen Gewicht, Umfänge, Zu- und Abnahmen, Gefühle und Ängste bzgl des Abnehmens (das war ja mein Hauptthema, weil es das größte Manko an mir ist). Aber NIE UND NIMMER hätte ich gedacht, dass jemand so gemein sein könnte und einer außenstehender Person, die ich zwar mag, aber die es wirklich nichts angeht, wieviel meine Personenwaage anzeigt. Vor allem die Ärmste glaubt, dass ich in der Arbeitslosen über 20 kg zugenommen habe???? Da würde ich auch denken, dass hier jemand kurz vor der Klapse ist. Ganz ehrlich… Immer diese Halbwahrheiten, abgesehen davon dass es – zum wiederholten mal – niemanden was angeht. Nicht einmal mein Vater weiß mein Gewicht… warum auch, es ist MEIN Gewicht, dass es ungesund ist, weiß ich doch am besten, dass man was dagegen tun muss, weiß ich auch am besten.. Aber gibt man sich die Mühe den ganzen Blog zu lesen und zu sagen, hey.. sie kann es ja, das wird schon wieder? Nein.. man liest EINEN Absatz von übrigens mehreren (des letzten Blogs) und sagt, der Person gehts so schlecht, oh mein gott, was sollen wir tun.. oh mein gott.. ABER das die restlichen Absätze (bzgl des Challenges) den alten Charme haben mit genug Selbstironie und scheinbare Motivation etwas durzuziehen, ne, das überlesen wir doch einfach und erzählen den ersten Absatz brühwarm anderen Personen.

Ich will hier auch keine Ausflüchte oder sonstiges hören. Das SOS-Kinderdorf sagte ich sollte in psychologische Behandlung gehen, 2008 wurde mir das auf der Kur auch schon nahegelegt (um meine Kindheit aufzuarbeiten). Das ist ein großer Schritt und ich brauchte dafür, sagen wir mal – die MUSE. Den Schritt habe ich JETZT auch gewagt und habe den Einführungstest gemacht und mehr erfahrt ihr alle miteinander nicht. Ob ich jetzt in 2 Jahren 200 kg wiege oder 100 kg, ob ich einen Job habe oder nicht.. Mein Mitteilungsbedürfnis ist auf 0 gesunken und bin eigentlich nur enttäuscht,.. den auch wenn es kein ausgesprochenes Geheimnis/Gesetz war, soviel Hirn darf jeder mitnehmen, dass es Sachen gibt, die man einfach nicht weitererzählt.

Danke für die schönen Stunden

 

Eure Schlußmacherin

 

30 days challenge can begin! oder Wenn man zuviel Zeit hat, probiert man jeden Blödsinn aus!

Seit guten 4 Wochen vegetier ich hier vor mich her, hab keine Lust zum sporteln, hab keine Lust raus zu gehen, hab keine Herausforderungen, habe keinen Job oder Verpflichtungen..

Man möge denken, dass ich da geeeeeeenuuuuuuuuuuuuuuuuuuug Zeit zum abnehmen hätte… Denkste.. ich sitze und mein Arsch wird immer breiter… er passt sich einfach meiner Couch an. Wieso auch nicht.. ist doch eh alles schon wurscht.. Depression herzlich willkommen!!! Willst auch eine Pizza? Ich bestell mir gerade eine und lade dich ein..

Immerhin ist der erste Schritt getan, man erkennt es.. Langsam wird’s Zeit für einen Psychotherapeuten. Hab sogar schon eine angeschrieben.. meldet sich nur nicht retour *lach* also ich bin ja echt froh, dass ich nicht Selbstomordgefährdet bin, denn sonst hätte diese Person echt versagt, denn eigentlich was das schon eine „Hilfemail“. Naja.. Therapeuten eben.. sind angeblich auch nur Menschen habe ich mal gehört.

Aber deswegen wurde ich nicht motiviert etwas zu schreiben… Mein lieber Hebus, mein Freund,.. hat mir wieder mal den Zündstoff gegeben… Naja eigentlich habe ich ihm gesagt, worüber er schreiben soll, aber da ist mir die Idee für einen eigenen, ach so seltenen Beitrag gekommen… meine 30 days challenge for butt and ab – gratis app’s zum testen. Leider Gottes habe ich es verabsäumt meinen Bauch und meinen Hintern abzumessen *lach* – ehrlich gesagt, glaub ich gar nicht, dass ich ein Maßband habe, der um den Hintern kommt *kicher* aber das teste ich doch jetzt gleich mal aus 😉

4 Minuten später..

Tschuldigung, ich habe mich geirrt, ich habe ein 150 cm Maßband und es ging sich gerade noch aus *schweißwegwisch* wäre ja auch doof, wenn ich nichts genaueres sagen könnte *kicher*

Taille: 130,5

Hüfte: 149,5 *lachmichgeradevollschlapp* war echt knapp

Wobei ich dazu sagen muss, ich weiß nicht, ob ich die breiteste Stelle erwischt habe, denn ich sehe ja nicht über die beiden Höcker rüber 😉 Spiegel exestiert nicht.. aus gutem Grund meine Freunde..

Sodala nun zur Challenge:

30 Tage lange jeden Tag Übungen laut App. Es sind bei der Butt App 3 verschiedene Übungen und bei der Ab App sind es 4 verschiedene Übungen die jeden Tag dran kommen mit einer Steigerung.

Nur für einen Überblick, von der Steigerung:

Tag 1 Butt (Kim Kardashian lässt grüßen):

15 Squats nicht so tief wie es gehört, wegen den Knien (wollen noch immer nicht wie ich will, diese Zickerei könnte auch echt langsam aufhören)

5 Hip Bridges habe ich schon von der Physiotherapeutin aufbekommen, die gehen

10 Lunges, geht fast gar nicht, aber ich probier es wie weit es halt geht, auch wegen den Knien

Tag 1 Ab:

15 Sit-Ups, so wie die das zeigen, habe ich immer gelernt, dass man es nicht machen soll, aber okay.. was soll schon passieren

5 Crunches: null Problemo, vor allem 5 – lächerlich, auch wenn die behaupten die schulterblätter sollten ganz weg vom boden und ich das akrobatisch gesehen nicht ganz schaffe, dank meiner Oberweite.

5 Leg Rises: no comment, also das ist wirklich mein Steckenpferd, aber hebt ihr mal gefühlte 100 kg nur mit den Kraft der nicht vorhandenen Bauchmuskeln *lach*

10 sec Plank: naja.. ich mache Knieplanking, ist anstrengend genug, bzw. habe ich noch nie länger als 30 sec geschafft, also behaupt ich mal, dass es für meine Gewichtsklasse vollkommen okay ist.. ich schaff es ja auch nicht nur in der Liegestützhaltung mich 3 Sekunden lang zu halten.

 

Sodala das war eben der erste Tag (die erste Nacht, denn solche Aktionen fallen mir natürlich um Mitternacht ein, denn als Arbeitslose ist man tagsüber zu müde für alles und in der Nacht kann man dann „Party“ machen oder eben Turnübungen).

2ter Tag war auch gut, kleine Steigerung. Am Abend hatte ich dann ein leichtes ziehen das sich wie ein leichter Muskelkater anfühlte.. am Rücken (woher kommt der denn jetzt her?) und am Unterbauch.

Tag 3:

Oh Mann… ich kann mich kaum bewegen. ich sitze und es schmerzt, ich steh auf (dafür braucht man scheinbar Bauchmuskeln) und es schmerzt. Aber es ist schon (erst) der 3te Tag und ich muss wieder ran.

25 Sit-Ups, 10 Crunches, 10 Leg Raises, 15 sec Plank

Ich dachte ich sterbe ab dem 15ten Sit-Up; den Muskelkater im Unterbauch hab ich eindeutig von den Leg Raises.

20 Squats, 10 Hip Bridges, 15 Lunges

Ich weiß echt nicht wie und ob ich durchhalte, aber ich werde solange durchbeißen wie es geht.. einfach nur um zu gucken, jetzt wo ich endlich die Maße genommen habe, ob es was bringt und Zeit habe ich nun wirklich mehr als genug *lach* Vielleicht sind ja eh schon überall 5 cm weniger *lach* hab ja erst an Tag 3 gemessen.

Ach und der vollständigkeitshalber sollte ich auch die Kilos mitteilen *räusper* 143 kg und dazu gebe ich jetzt mal kein Kommentar ab. Und eines kann ich euch sagen,.. ich habe auf Tag 30 vorgeschummelt um zu schauen, was mich da erwartet *kopfschüttel* Wenn ich das wirklich, wirklich durchhalte, dann habe ich in 30 Tagen so einen Bauch

Manganiello

Und ich rede hier nur über die Bauchmuskeln verehrte Leser, nicht über das Geschlecht!!!!

So, das war’s, mein Projekt wurde vorgestellt, ohne muhen und mähen ist es in der Öffentlichkeit und versagt wird auch in der Öffentlichkeit oder eben auch nicht.

Eure Challengerin

 

Die Psyche ist ein Miststück!!! oder Sind wir nicht alle etwas Gaga?

Das Statement „Die Psyche ist ein Miststück!“ ist mir gestern beim Schreiben mit einer Freundin gekommen und diese Tatsache kommt mir in den letzten Wochen/Monaten immer öfters und ich glaube, ich bin ein klassisches Beispiel dafür.

Tatsache ist, ich glaube an vieles.. Oder sagen wir mal so, wenn ich was höre, streite ich es nicht gleich ab, sondern lass es mal auf mich wirken und vergleiche es mit anderen, passt es auch, dann muss ja was wahres dran sein. Wenn es aber um mich selber mal geht, dann höre ich es mir an, gefällt es mir, schau ich, ob es mir was nützt, wenn es mir nichts nützt, dann hab ich es probiert – es tut nicht weh.

Kommen wir zu kurzen Beispielen (und wer mich kennt, weiß, dass das Wort kurz sicherlich nicht zutrifft):

Ich habe eine Horoskoptussi, eine Sternguckerin, eine Astrologin. Was heißt ich habe eine, ich habe sie bisher zwei mal angerufen. Beim ersten mal hat sie mir sehr gut über die Trennung geholfen und mir positive Aussichten gegeben und beim zweiten mal, hat sie mir leider nicht so nette Aussichten gegeben und naja was soll ich sagen, bisher ist alles eingetroffen. Soll ich jetzt sagen, dass Astrologie Blödsinn ist? Nein, wieso auch, daweil hatte sie ja eine ca. 90 %ige richtige Quote. Sonst hätte ich sie auch nicht ein zweites mal angerufen. An alle Zweifler sag ich nur, wenn es mir gut tut, warum nicht und es tat mir gut oder sagen wir so, ich habe gewisse Entscheidungen dann nicht mehr mit soviel Bauchweh getroffen.

Oder nehmen wir meine Brigitta, meine Energetikerin. Sie hat mich die letzten zwei Jahre begleitet und ich will meinen, dass ich dank ihr mehr an mich denke bzw. mehr auf meinen Körper höre (noch nicht genug, weil immerhin spricht er lieber mit ihr, als mit mir) und nicht ganz davon abgeneigt bin, dass sie eben meinem Körper zuhört und weiß, was er will. Leider Gottes, hört sie mit Ende des Monats auf und legt eine 2jährige Pause ein. Ich muss ehrlich gesagt sagen, als ich das gehört habe, sind mir ein paar Tränchen gekullert, weil es gerade eine Phase in meinem Leben war, wo ich das Gefühl hatte, dass mich alle verlassen, die mir gut tun. Aber Energetik ist nun auch ein Gebiet, dass man eben nicht richtig beurteilen kann, anfassen, zuhören.. interpretieren (komischerweise meist ins Schwarze) und mit dem Universum sprechen.

Also beides Beispiele, die keinem wehtun (höchstens meinem Geldbörserl) und die mich im Leben weitergebracht haben.

Aber nun kommen wir zum Miststück mit einer kurzen Vorgeschichte.

Letzten Sommer (also 2013) nach meinem Kurs, denn ich mittlerweile nur noch Psychokurs nenne (denn das war der Anfang vom Ende ;-)), fing ich an unruhig zu werden. Ich betrachtete mich und mein Leben, von der Metaebene (wurde uns im Kurs beigebracht) – dh vollkommen emotionslos eine Ebene drüber, an und fragte mich, was ich bin, wohin ich gehe, was ich will. Das Problem war: ich wurde verdammt unzufrieden. Wobei ich es anfangs nicht richtig beurteilen konnte, was mich störte. Ich hatte Freunde, einen gutbezahlten Job und keine Schulden (wenn man mal welche hatte, weiß wie wichtig das ist). Ich bezog die Unzufriedenheit auf meine kaputten Knie und auf die Langeweile die mein Leben langsam aber doch ausfüllte. Viele Stunden (wo wir das Archiv aufräumen mussten – unsere jährliche Sommeraufgabe) habe ich mit Belinda darüber gesprochen, wie unzufrieden bzw. wie unglücklich ich langsam in der Firma wurde. Die Gründe dafür waren für mich damals sozialer Natur. Mit der Zeit bemerkte ich auch, dass ich mit der Arbeit nicht mehr glücklich war, denn tagein und tagaus war es das gleiche und nicht nur das, sondern auch in jedem Monat war das gleiche oder jedes Quartal. Es ödete mich wirklich an und dann habe ich mir überlegt, wo ich mich in 20 Jahren sehe und das war definitiv nicht in diesem Büro. Im Gegenteil, mich beschlich die Gewissheit, sobald ich ernsthafter krank werden würde, ich so schnell gar nicht schauen kann und ich draußen wäre. Das würde kein Chef zugeben, aber ich habe ein Beispiel aus der Vergangenheit gehört und ein Beispiel habe ich live miterlebt und das war sicherlich ein Mitgrund, die in mir Zweifel weckten, ob ich hier gut aufgehoben wäre.

Dann fiel mir eine Aussage von meinen früheren 20er ein. „Wenn ich mit 30 keine Kinder und Partner habe, dann werde ich SOS-Kinderdorf-Mutter!“ Kleinmädchendenken, die gerne Kinder hätte. Doch diese Aussage kam mir immer öfters in den Kopf und dann erinnerte ich mich im Kurs, dass die Vortragende dauernd meinte: „Was hält dich davon ab?“ Tja ich hatte keine Gründe dafür und habe mich prompt dort beworben und auch gekündigt! Meine Kündigungsfrist war eine etwas längere, daher hab ich mir gedacht hätte ich genug Zeit die Neue einzuschulen. Denn ich wollte „meine“ Firma nicht im Stich lassen oder zumindestens nicht das Gefühl, dass ich sie im Stich lasse.

1. Bewerbungsgespräch mehr als 3 Stunden und äußerst positiv. Probewoche Anfang November mit Schlussbesprechung war auch äußerst positiv und mir wurde gesagt, dass ich ab 01.04.2014 anfangen kann. Ich müsse zwar noch den Psychotest absolvieren, aber wenn ich nicht gerade hochgradig gestört wäre, wäre das nun wirklich die kleinste Hürde, somit kann ich damit eigentlich fix rechnen. In der Firma wurde ich immer wieder gefragt, ob ich mir sicher wäre usw. Ja war ich, denn ich war mich sicher, dass ich hier nicht glücklich werden würde und ich war mich sicher, dass ich mich als „Mutter“ berufen fühlte.

Die letzten Monate waren wirklich hart. Ich hatte ein auf und ab der Gefühle und wollte noch soviel schaffen wie möglich. Meinen Kollegen gegenüber, die auch meine Freunde waren, hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, jedoch ist mir auch bewusst gewesen, dass es Zeit war, an mich zu denken und das zu tun, was ich will. Nicht nur, dass ich mit meinen Gewissen kämpfen musste, hatte ich ja auch die Probleme mit den Knien. Die OP war für 02/14 angesetzt, damit ich fix fit für 04/14 werde – meinem Arbeitsbeginn. Der Psychotest war für März angesetzt – 5 Tage nach meinem letzten Arbeitstag und einer ziemlich emotionalen Abschiedsfeier bzw. Abschiedswoche (also für mich).

Kurz gesagt: Ich bin mit Bomben und Granaten durchgefallen – soweit man das über einen Psychotest sagen kann. Nicht, dass das Schmach genug gewesen wäre, waren die Worte vom SOS-Kinderdorf echt härter als hart: „Wir haben noch nie so einen schlechten Psychotest gesehen und bitte konsultieren Sie einen Psychotherapeuten!“ „Sie sind äußerst introvertiert, mißtrauisch, arbeiten schlampig und halten sich nicht an Regeln, egozentrisch und sind emotional instabil!“ In einer halben Stunde verpackt.

Jetzt im Nachhinein muss ich ja echt sagen, dass man einer emotional instabilen sowas nicht so sagen sollte, denn die haut sich vor dem nächsten Zug! Ganz ehrlich. Ich versuchte zu erklären, dass ich etwas introvertiert wäre, Erwachsenen gegenüber mißtrauisch aber die anderen Punkte sicher nicht stimmen könnten, sonst hätte ich in meiner ehemaligen Firma nicht einen guten Ruf gehabt. (Was ich meiner Meinung nach hatte!) Nachdem mir noch zweimal empfohlen wurde, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, war mein Bewerbungslauf zu Ende und ich stand nun ohne Job da und ohne Plan B (immerhin hatte ich eine mündliche Zusage – siehe weiter oben). Meine Welt zerbrach und ich heulte 2-3 Tage – Bestätigung für die emotionale Instabilität. Ich wollte mit keinem sprechen – Bestätigung für Introvertiertheit und ich dachte die Welt hätte sich gegen mich verschworen – Bestätigung Egozentrik. Da haben wir es. Ich glaubte das was sie mir sagten.

Meine Schmach wurde nicht geringer, als ich es nach und nach den Leuten erzählen musste. Naja.. die Meinungen der Leute war sowas von unterschiedlich, das war interssant. Und alle – durch die Bank – meinten, dass die Punkte nicht wahr wären. Nur eine Person meinte, dass das stimme (bis auf das egozentrische) und naja, ich bin mir nicht sicher, ob ich auf eine Meinung von vielen hören sollte. Damals tat ich es.

Arbeitslos. Wow. Das war für mich echt nicht leicht. Ich und arbeitslos. Aber auch da wurde mir von jedem (und das war eine einheitliche Meinung) gesagt, dass ich sicherlich nicht lange arbeitslos wäre, mit meinem Charme und meinen Qulifikationen. Beim Arbeitsmarktservice ersuchte ich um einen Kurs, weil ich echt nach 3 Wochen zu Hause sitzen, mal was machen wollte – immerhin war ich es nicht gewöhnt, so gar nichts zu tun. Gesagt, getan, ich bekam einen Kurs namens „Neu starten“. Da ging es um Bewerungsschreiben, – gespräche usw. Nicht das was ich mir vorgestellt habe, aber immerhin hatte ich Abwechlsung und war unter Menschen – richtig, das war das erste, was mir auffiel, mir fehlten die sozialen Kontakte (soviel zu meiner Introvertiertheit). Ich hatte wirklich Glück mit meinen Vortragenden, der auch Mediator war und Psychologie studierte.

Letztendlich kam ich drauf, denn diese Coaches erzählen dir nicht gleich, was los ist, sie wollen, dass du selber drauf kommst, auch wenn du 5 Wochen dafür brauchst (solange hab ich nämlich gebraucht), dass ich noch gar nicht arbeiten will. Als ich diese Erkenntnis laut aussprach, meinte er ganz trocken: „Weiß ich schon seit dem ersten Tag!“ Ach Gott, wie gerne wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen. Aber Selbsterkenntnis ist der erste Weg der Besserung. Dieses Sprichwort ist wohl Devise.

Alle anderen Vortragenden haben sich an den Kopf gegriffen, als ich Ihnen das Ergebnis vom Psychotest mitgeteilt hätte (in der Vorstellungsrunde mussten wir immer sagen, woher wir kommen, wie es dazu kam, dass wir hier sitzen und wohin wir wollen). Keiner von denen war mit irgendeinen Punkt einverstanden, der rauskam. Ein Psychotest ist eine Momentaufnahme und das dieser kurz nach meinem Weggang gemacht wurde, hat sicherlich das Ergebnis nicht gefördert. So wurde es mir gesagt und daran halte ich mich jetzt fest, weil auch ich habe mich beobachtet und der negativste Punkt war, dass ich introvertiert bin und das ist sowas von unwahr. Im Gegenteil ich spreche wildfremde Menschen auf der Straße an und frage, ob ich ihnen helfen könne, wenn ich sehe, dass sie suchend umherschauen. Also Bullshit, par excellence!

 

Und nun kommen wir nochmals zum Satz:

Die Psyche ist ein Miststück!!!

Denn mein Coach meinte, dass ich einfach sowas wie ein Burn-out hatte und ich einfach keinen anderen Ausweg gefunden habe, als mir vorzugaukeln, dass ich zum SOS-Kinderdorf gehen will. Aber in Wirklichkeit, war es nur der Wunsch, damit ich kein schlechtes Gewissen habe, warum ich kündige. He? Wie bitte? Wenn das wirklich so gewesen ist, dann wäre es mir bei Gott lieber gewesen, dass ich monatelang in Krankenstand gewesen wäre, damit ich weiterhin Kohle beziehe. Er meinte nur (wieder ganz trocken), das hätte meinen Ruf zerstört und ich hätte andere enttäuscht und das ist etwas, was ich nie tun würde. Ich zerstöre lieber mich selber bzw. ich stelle meine Bedürfnisse zurück, damit es anderen gut/besser geht. Danke Herr Dr. Freud, ich wünschte das wäre nicht so.

Aber ich muss gestehen, auch wenn es finanziell traurig aussieht, auch wenn mir ab und zu langweilig ist, ich fühlte mich schon lange nicht mehr so ausgeglichen. Ich kann mich wirklich um mich kümmern bzw. um meine ganz persönlichen Probleme (Knie, Beine) und jetzt habe ich wieder einen Kurs bekommen (Englisch für 10 Wochen) und das ist genau das was ich zur Zeit will und nicht mehr Verpflichtung. Scheinbar ging es auch darum: mir war die Verpflichtung „perfekt“ zu sein und mit den ganzen Zielen, die ich mir privat gesetzt habe und beruflich schon hatte, einfach zu viel und ich brauchte eine Auszeit. Der Urlaub hat nicht gereicht und ehrlich gesagt habe ich jetzt schon 3 Monate Urlaub und ich brauche noch mehr. Ich könnte mir vorstellen eine total stupide Aufgabe zu übernehmen für einige Stunden in der Woche, aber mehr will ich zur Zeit nicht.

Ich bin aber immer noch der Meinung, dass die Psyche mich am A… lecken kann, denn seit einem Jahr tu ich da herum, was ich will, was ich nicht will und raus kommt sowieso was ganz anderes und angeblich und das sag ich jetzt wirklich nur, weil ich es gestern in einer Zeitschrift gelesen habe, sind die Schmerzen in den Beinen/Füßen genau dieses Anzeichen. Das ich gerade nicht im Leben stehe und auf der Suche bin.

In diesem Artikel ist man nämlich der Meinung, dass gewisse, immer wiederkehrende Schmerzen ein Zeichen für etwas psychisches steht. Zum Beispiel: Hat man öfters Halsschmerzen, dann ärgert man sich/ist zornig über etwas, will/kann es aber nicht aussprechen. Bronchitis steht für „Entzündungen“ in der Familie, durch Streit aber auch Stillschweigen. Ich kenne Leute, wo das passt und wieder sind wir beim Thema der ersten Zeilen. Warum nicht daran glauben, wenn ich schon 3 Beispiele dafür habe, dass es passt. Ach übrigens: Meniskusprobleme stehen für Hochmut. Find ich äußerst passend. Und nur zum besseren Verständnis, es geht nicht um einmaliges, sondern öftere Leiden. Aber ganz ehrlich, so ganz kann man das ja auch nicht für bare Münze nehmen, denn das würde ja jegliche Krankheit mit der richtigen psychischen Behandlung heilbar sein? Krebs, HI-Virus? Auch wenn ich schon gelesen habe, dass manch einer Krebs mit positiven Gedanken und Lebenswandel bekämpft hat. Naja.. jeder wie er will bzw. woran er glauben will. Aber ich fand eben Beispiele, wo das passen würde und ich selber gehöre auch dazu.

Und nun zum Abschluss die Frage: Kann es sein, dass unsere Psyche unser Leben mehr beeinflusst, als und lieb ist oder uns bewusst ist? Ich denke langsam schon und da man auf die nur wenig Einfluss hat, wiederhole ich zum xten mal, sie ist ein Miststück! Ohne ihr wären wir alle miteinander besser dran, jedoch würde es uns dann noch geben??? Seit dem Psychotest denke ich viel über solche Sachen nach, dh es könnte sein, dass ich weiterhin hier mit Psychoscheiße daherkomme.

Eure Suchende

 

 

Die Leiden des jungen Werthers oder … der doch nicht mehr so jungen Lisi! Teil 2

Mein Leben verläuft seit einigen Monaten nicht so, wie es sein sollte, daher sind die Abstände so groß, aber ich will noch das Ende des „Leidens“ erzählen, damit ich in ein paar Jahren darüber schmunzeln kann oder sagen kann, wer an dem ganzen Schlamasel schuld ist 😉 Hauptsache nicht ich *lach*

Doch heute hat mich die Muse geküsst, über die ich noch nicht schreiben kann, weil ich zuerst MEINE Geschichte fertig erzählen will.

Also 2 Wochen vorher hatte ich die Kontrolluntersuchung vor meinem OP-Termin, wobei ich auch diesen endlich mitgeteilt bekommen habe. Der Vormittag verlief recht interessant. Zuerst kam ich zur orthopädischen Abteilung, wo mir eine junge Assistenzärztin vollkommen übermüdet und nach einer scheinbaren Doppelschicht (sie sagte sowas zu einem Kollegen) und zwang mich die gaaaaaaaaaaanze Geschichte erneut zu erzählen, wo ich mir dachte, hallo? Dein Chef – mein Arzt, der weiß alles, aber okay.. sie macht nur ihren Job und irgendwann sieht sie sich die Röntgenbilder an und meinte, dass es möglcih wäre, dass ich eine beginnende Athrose hätte. Wie bitte? Was? Ich muss gestehen ich habe mir dabei nicht viel gedacht, weil sie eben so müde dreinschaute und mein Arzt meinte das Gegenteil. Abgehackt!

Nächste Abteilung Anästhesie. Frau Doktor sowieso sieht sich die Daten an und meint, gut Frau Hentsch, wir machen einen Kreuzstich. Ich glaube, ich habe noch nie so blöd geschaut wie in dem Moment. Ich habe schon Horrorgeschichten darüber gehört und meinte nur, Herr Doktor meinte ich bekomme eine Vollnarkose? Sie: „Er hat das nicht zu bestimmen, immerhin sag ich ihm auch nicht, wie er operieren soll.“ Und ohne dass ich es wollte (und ich wollte das wirklich nicht) erklärt sie mir, warum sie lieber einen Kreuzstich machen wolle. Da ich etwas voluminöser bin, würde der Magen an die Lunge drücken im Liegen und dadurch hat sie Probleme mit dem Beatmen. Soll heißen: Frau Hentsch, Sie sind zu fett für eine Vollnarkose. Punch! Mitten ins Gesicht, k.o in der ersten Minute. Was soll ich darauf erwidern??? (und das erzähl ich nur so genau, weil noch die größte Frechheit folgen wird!!) Muss ich dazu noch mehr erzählen? Ich kuschte und unterschrieb alles was sie mir gab.

Dritte und letzte Abteilung Röntgen- und MRT-Bilder einscannen und das war so unspektakulär, dass ich nicht einmal diesen einen Satz verschwenden wollte, aber ich tat es jetzt doch *lach*

So und nach all dem zurück zur Verwaltung und dort bekam ich den Termin: 12.02.2014!

11.02. Einzug ins Krankenhaus und zur Abwechslung mal Voruntersuchungen. Aber warum ich schon einen Tag vorher dort antanzen musste, wusste echt keiner dort so genau. War ziemlich ungewöhnlich. Alle OP-Gäste sind am gleichen Tag angereist. Naja egal, ich fühlte mich wie im Urlaub. Tag der OP: ich bekam so eine echt sexy Unterwäsche. Ich versuch es mal zu beschreiben, für all jene, die sowas noch nicht gesehen haben, es war eine Unterhose aus grobmaschigen Stoff, sprich, man sah trotzdem alles!! Einheitsgröße, wenn man einen großen Hintern hatte, waren die Maschen eben noch grobmaschiger *HandvordenKopfschlag*. Ich würde sagen, dass ist der letzte Schrei aus Mailand gewesen. Dann kam auch eine nette Ärztin (ob nett oder nicht, egal, und machte folgendes:

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So, was sehen wir? Ja richtig meine Beine mit Pfeilen drauf und ich fragte natürlich nach, was denn die Pfeile zu bedeuten hätten und meinte sie ganz ernsthaft: Damit wir nicht das falsche Knie operieren! Jetzt ernsthaft? Ich meine, jetzt wirklich ernsthaft? Irgendwo eine versteckte Kamera? Wieviel vertrauen schafft es dem Patienten gegenüber, wenn man so eine Antwort gibt, wenn beide Knie operiert werden? Ich kann auch anders fragen: Wieviele Knie hat der Durchschnittsmensch denn eigentlich? Ich dachte bisher zwei, aber ich habe auch nicht Medizin studiert. Also sowas lächerliches habe ich selten in meinem Leben gehört und das meine ich vollkommen ernst. Ach was rede ich, ich habe noch nie sowas lächerliches gehört. *HandvordemKopfschlag*

Geplante Operation: vormittags. Resultat: gegen 14 Uhr. Wegen Notfällen. Es war auch fraglich, ob überhaupt noch am gleichen Tag. Aber die Anspannung wuchs mit jedem Mal, wo die Tür aufging. Dann war es soweit und ich durfte mit meinem Unterhöschen im Bettchen liegen und wurde zum OP chauffiert. Herrlich. Ich bekam auch so eine Wurschtigkeitstablette, die hat es aber nur geschafft, dass ich geplappert habe. Der OP-Saal war sooo interessant, groß, größer als ich dachte..

Dann kam die Anästhesistin (versucht mal das Wort 10x schnell hintereinander zu sagen, ach quatsch, 2x reicht) und ich setzte mich auf ihr bitten auf und machte einen hübschen Katzenbuckel, dann meint die zu mir, dass es ihr leid tue, wenn sie es nicht beim ersten mal findet, weil ich so voluminös bin, könnte es sein, dass sie nicht den richtigen Zugang fände und dann gibt es eine Vollnarkose.. Also ganz ehrlich, wenn ich nicht gerade eine ziemlich unbequeme Körperhaltung hätte, wäre ich voll ausgerastet (soviel zur Wurschtigkeitspille) und ich antworete ihr eher murmelnd (weil eben keine gerade Körperhaltung), sie solle mal halblang machen, weil ihre Chefin meinte, ich wäre zu fett für eine Vollnarkose und die meinte: ja, aber die ist ja nicht hier und ich bin für Sie verantwortlich! *grmlhoch100* No comment, ganz ehrlich!

Nachdem sie einmal wirlich danebengestochen hat (an der linken Rückenseite kam so ein durchdringender Schmerz, dass mir schlecht wurde) und ich tapfer durchgehalten habe, hat sie endlich den richtigen Kanal getroffen und schwups wurde mir schwarz vor Augen und mein Blutdruck sank in den Keller. Sofort hingelegt, geschaut ob ich ansprechbar war (war ich) und nach 5 Minuten war der Spuk vorbei. Was danach kam, war echt ein eigenartiges, aber auch ein Gefühl, dass ich nicht missen wollen würde. Die Ärzte berührten mich. Die Berührung habe ich gespürt – also die auf der Haut, aber ansonsten war nichts. Sie bohrten, sie guckten, sie tratschten mit mir, mit den anderen, fachlich und auch nicht fachlich und ich spürte nur die Berührung auf meiner Haut. War echt geil oder sagen wir eher interessant.

Gut, während der OP stellte sich heraus, mein Meniskus ist einwandfrei. He? Läuft den hier alles nach Plan? Haben die vielleicht doch mein falsches Knie erwischt? Ne.. und das beste war, beide Knie waren die Menisken okay.. Was war also? Eine Knorpelglättung an beiden Knie war notwendig. Aber laut dem lieben Herr Doktor nicht gar soviel, dass es gravierend ist. Wie bitte? Und wenn es wirklich so trivial war, warum dann die großen Schmerzen? Und weiters meinte mein Arzt, dass ich froh sein kann, dass es das ist und nicht das was wir vermutet haben. Gut, dann bin ich mal froh. (Aber aufgrund von diversen Nachuntersuchungen, weiß ich jetzt auch nicht was ich genau glauben soll!)

Trotz Kreuzstich musste ich in den Aufwachraum für über 2h, bis ich meine Zehen wieder bewegen konnte. Ach das war ja auch so ein Phänomen. Ich wollte sie bewegen, spürte auch wie ich es versuchte, ging aber nichts *lach*. Hätte mir das jemand vorher gesagt, dann hätte ich mir was zum lesen mitgenommen. Nach einer Vollnarkose im Aufwachraum sein, versteh ich, weil da ist man damisch, aber ich war ja ganz bei mir, es war sooooooooooooooooooooooooo langweilig.

Gegen 20 Uhr war ich endlich auf mein Zimmer und alles war vorbei.

Eure Patientin mit scheinbar mehr als nur zwei Knie

 

 

 

„Man kann den Menschen nur verstehen, wenn man den Menschen begreift!“

So eine schwachsinnige Aussage kann ja wirkich nur von einen Philosophen aus Deutschland kommen – gerade im TV gesehen im österreischichen Programm.

Wobei.. eigentlich ist es wurscht woher der Philosoph kommt.. aber so eine bescheuerte Aussage habe ich echt selten gehört *augenverdrehdasssiemirfaststeckenbleiben* und gehört eindeutig in die Kategorie Wischiwaschi, denn mehr waschi als wischi geht ja gar nicht..

Aber vielleicht bin ich einfach nur bösartig und der Satz ergibt eh einen Sinn, naja.. nur eben für mich Kleingeist nicht.. dann bitte ich jemanden um Aufklärung..

Fangen wir doch an zu philosophieren..

Eure scheinbar Nichtphilosophin

p.s.: Der Satz hat mich so aus der Bahn geworfen, dass ich gerade 2 mal diesen Beitrag editieren musste *seufz*

 
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Verfasst von - Februar 25, 2014 in Wischiwaschi

 

Die Leiden des jungen Werthers oder … der doch nicht mehr so jungen Lisi!

So nun kommt die Auflösung, was mein Körper – mein ganz persönlicher Zickenkrieg – im letzten Jahr so geleistet hat.

Nachdem ich allen möglichen Leuten in den Ohren gelegen bin mit meinen Erfolgen, Schmerzen, Niederlagen, Psychomaken oder sonstigem, enttäusch ich recht ungerne alle miteinander, dass ich bei 138 kg stehe.

Wobei eigentlich ist es ein Minierfolg, denn immerhin habe ich auch aufgehört zu rauchen und mein Startgewicht oder wie ich immer sage, mein Kampfgewicht war ja bei ca 141.. dh ich bin nicht wieder zurück auf mein Kampfgewicht gekommen…  also man kann das nun sehen, wie man grade will, ist das Glas halb voll oder halb leer… kann jeder für sich selbst entscheiden..

Aber was ist nun passiert, bin ich schwach geworden? Habe ich weitere Ausreden gefunden um dieser ganzen Schmach ein Ende zu setzen? Jein… Nach dem bereits erwähnten satanisch heißen Sommer habe ich wieder trainiert, wobei mir das Knie seit meinem Betriebsausflug immer wieder einen Strich durch die Rechnung gezogen hat und immer wieder musste ich – zugegeben kurze – aber doch Pausen einlegen, weil ich mich nicht mehr hinknien konnte oder Kniebeugen machen konnte – was ein Großteil der Übungen ausmachte…

Im Oktober – mein Urlaub – habe ich mal nach 10 Jahren alle Kästen ausgeräumt, geputzt und ausgemistet, was zum ausmisten war.. Resultat: es könnte jemand bei mir einziehen, da in meinen Kästen sooooooo viel Platz da ist. Zu dieser Zeit habe ich gemerkt, wie beschissen es mir eigentlich wirklich ging, ich konnte kaum noch auf den Sessel steigen, ich entsorgte meine Altkleidung (nette Bürger – wie ich – bringen es zur Altkleidersammlung) mitten in der Nacht, weil ich humpelte bzw. es mir etwas peinlich war, wie unathletisch (schönes Wort) ich mich bewegte… Also ich merkte, da stimmt was nicht..

Nach meinem Urlaub ging ich dann zu einen Orthopäden – aber kein Kassenarzt, der mir sagt ich wäre zu fett, denn wie wir wissen, dass ist mir bereits bekannt – und gleich bei der ersten Untersuchung meinte er: MRT des rechten Knies, er glaube der Meniskus ist gerissen oder sagen wir, er ist sich ziemlich sicher. Ich fragte nach Sport, denn da war ich noch immer dabei, trotz Schmerzen, auch wenn es schwer war. Er meinte nur, machen Sie noch einen? Hätte noch gefällt, dass er mich fragt, ob ich lebensmüde wäre und dann meinte er, dass es möglich ist, bis zum Schmerz, aber eben nur bis zum Schmerz und dann aufhören. Ich nicht wirklich nachdenkend was ich von mir gebe: „Dann kann ich ja gar nix machen, denn ich komme kaum noch die Stiegen runter.“ BINGO! Also Sport aus.. Nach dem MRT unterhalten wir uns weiter..

MRT wartet man normalerweise so 2-3 Monate auf einen Termin. Liebes Universum, danke, dass es bei mir innerhalb von 2 Wochen ging. Gesagt, getan, MRT gemacht – Diagnose: Innenmeniskus gerissen und eine nette Bakerzyste, die so breit wie mein Oberschenkel ist (leicht übertrieben, aber die hat doch etwas über 5 cm, also nicht ganz so ohne).

Wir haben November und ich gehe zur Kontrolle zum Orthopäden. Er meinte nur, tja, wie erwartet, wir operieren. In der Zwischenzeit fing aber mein linkes Knie an zu spinnen und ich muss gestehen, etwas mehr als das rechte, was ich ihm auch mitteilte. Das nennt man wohl Privileg eines Wahlarztes, denn er nahm mich ernst und ab zum MRT für das linke Knie.

Diagnose: Bakerzyste ca 2 cm, Innen- und Außenmeniskus gerissen. Wobei eines davon zerfetzt ist. Ich glaube ich habe den Jackpot gezogen. Woher kommt das? Naja, jeder meint, Meniskusrisse kommen nur beim Sport vor, also auch passend. Die Bakerzyste kommt daher, weil es so lange ignoriert wurde – ist ja nicht so, dass ich erst seit gestern die Schmerzen gehabt hätte. Empfehlung des Arztes: Athroskopie beider Knie auf einmal. Kein Problem. Ist inzwischen üblich. Okidoki Doc, geht das bitte noch vor Weihnachtne?

Wartezeit 2-3 Monate – frühestens Februar.

Was links, was rechts ist, kann ich nicht sagen, aber soviel kann ich sagen, alles was weiß ist, ist nicht gut, ist Flüssigkeit, die dort nichts zu suchen hat. Aber wenn wir „Normalsterblichen“ sowas entziffern könnten, dann bräuchten wir ja keine Ärzte 😉

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Falls es meinen lieben Lesern zu detailiert erzählt ist, ich tue es nur, weil die Geschichte eine interessante Wendung haben wird im nächsten Beitrag.

Na gut, dann warten wir eben auf den zugeschickten Termin, inzwischen haben wir Weihnachten und ungefähr zu dieser Zeit konnte ich nicht mehr „spazieren“ gehen. Denn da der Sport ausfiel, machte ich es mir zur Angewohnheit, 2-3 x die Woche zu Fuss von der Arbeit nach Hause zu gehen. Doch gegen Weihnachten, war auch das vorbei.

Gegen Weihnachten war auch die Zeit, wo der Schmerz beim Treppen nach unten steigen so groß war, dass ich dachte ich bekomme jedes mal einen Heulkrampf und durch eine Kindersendung (ich steh einfach auf Wissenssendungen für Kleine und Große und das kommt mir mal zu Gute) habe ich gehört, dass beim Stufen hinuntergehen, das Knie mehr abgewinkelt wird und dadurch das Knie um das 4fache mehr belastet wird und man das umgehen könnte, wenn Menschen rückwärts laufen würden. Was der Moderator nur als Scherz am Rande meinte, habe ich ausgetestet und ich muss sagen: MERCI BEAUCOUP!!! Ich wurde zum Krebs des Stiegenhauses (da es auch mein Sternzeichen ist, empfang ich das als sehr passend). Meine Koordination stieg durch diese Aktionen und ich hatte nicht gar so große Überwindung jeden Morgen in die Arbeit zu fahren.

Ich erspare euch Details, dass ich meinen Arzt gebeten habe (der gleichzeitig Operateur war), den Termin vorzuschieben, denn wenn man immer bewegungsunfähiger wird, wird man auch etwas sehr stark depressiv und denkt sich die Welt hat sich gegen einen verschworen. Einkaufen am Wochenende habe ich vermieden und nur noch „Kleinigkeiten“ nach der Arbeit eingekauft. Wenn ich mich mit jemanden getroffen habe, habe ich mir überlegen müssen, wo wir uns treffen, ob es dort irgendwo Stufen zu überwinden gibt usw. Meine Knie entschieden über mein Leben. Straßenbahnen habe ich vermieden und bin dafür länger zu Fuß gegangen (was noch das angenehmste von allen war) aber mit jeder Woche konnte ich eine gewisse cm-Anzahl an Stufe nicht mehr überwinden.

Mein größter Tiefpunkt war irgendwann im Jänner, als meine Glühbirne im Badezimmer flöten ging und ich unfähig war, diese selber auszuwechseln. Da konnte ich so richtig schön weinen, wie armselig mein Leben doch ist. Aber noch tiefer konnte ich meiner Meinung nach nicht mehr sinken. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich an den meisten Tagen mir gewünscht habe, dass ich einfach tod umfalle und einfach dahinscheide.

Dann war der Tag da: 11.02. Mein OP-Termin, ich habe es überlebt! Aber die letzten 2 Wochen verdienen echt einen eigenen Beitrag mit einer netten Wendung der Geschichte.

Eure Retrorunnerin (was übribgens auch laut Wikipedia eine eigene Sportart ist – unglaublich aber wahr)

 

Mukophagie

Ich steh auf Fremdwörter und dieses hat mich fasziniert… Ich meine, es ist mir vollkommen klar, dass es für alles und jeden ein Fremdwort gibt, aber trotz allem bleibt mir ab und zu der Mund offen.

Mukophagie

Gefunden habe ich das wirklich auf einer Spiel & Spaß Seite für Kinder in der wöchentlichen Bezirkszeitung. Da gibt es immer 4-6 Punkte ‚Wusstest du, dass… ‚.. ich lese das IMMER.. und ganz ehrlich, nur weil es für Kinder ist, heißt es nicht, dass es die Erwachsenen wissen? Oder wusste einer von euch, dass die Mukophagie das Fremdwort für Poppelesser ist? Unnützes Wissen denkt ihr.. ich sage, vielleicht braucht man das einmal… so quasi als Schimpfwort auf der Straße.. du Mukophage… verdutztes dreinschauen, ein Lächeln meinerseits, Verbeugung und der Vorhang schließt… Danke, mein großer Auftritt 😉

Oder wer sagt mir, dass das nicht einmal die 1 Mio Euro Frage bei der Milliionenshow oder sonst wo ist. Gut bei Kreuzworträtsel wird das eher seltener vorkommen, aber warum nicht. Man hat zumindestens mal davon gehört. Ich gebe zu, dass ich es mir wahrscheinlich auch nicht merken werde, aber natürlich habe ich gleich mal Wikipedia zu Rate gezogen und da weiteres unnützes Wissen ‚herausgesaugt‘:

„Das Bohren in der Nase ist vor allem bei Jugendlichen,aber auch Erwachsenen sehr weit verbreitet. In einer Studie gaben 91 % der befragten Erwachsenen an „in der Nase zu bohren“ und 75 % waren der Meinung, dass nahezu jeder dies tue.“

Jepp, das glaub ich auch.. es steht auch drinnen, dass es immer noch ein ziemlich großes Tabu sei und es als ekelhaft deklariert wird, unhygienisch. Für alle die das Nasenbohren ekelhaft finden bzw. es zu essen ein absolutes No-Go ist, folgende Info:

„Bei der Mukophagie (von griechisch mukos „Schleim“, phagein „essen“) wird das entfernte Sekret verzehrt. Dies unterliegt, obwohl ebenfalls verbreitet, einem noch stärkeren Tabu. Hier sei allerdings erwähnt, dass ein Großteil des Nasensekrets und der darin aufgefangenen Schmutzpartikel ohnehin über den Nasen-Rachen-Gang in den Rachen gelangt und dabei anschließend unwillkürlich heruntergeschluckt wird.“

Das bedeutet doch eigentlich, dass wir alle Mukophagen sind, nur eben nicht bewusst. Aber essen tun wir alle was davon, also Prost Mahlzeit.

Eure unbewusste Mukophagin 😉