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Stolz und Vorurteil oder Warum die Ausrede ich bin mal kurz Zigaretten holen, nicht mehr funkt!

Ja genau, weil ich ein Nichtraucher geworden bin. Ich bin im Nachhinein echt froh, dass ich nicht regelmäßig geblogt habe, denn dadurch kann ich Beobachtungen der letzten Monate erzählen.

Also seit wann ich nicht mehr rauche, kann ich nicht ganz genau sagen, aber es war in meiner akuten ‚Ich-muss-was-an-meinen-Leben-ändern-Zeit‘. Es war irgendwann Ende August/Anfang September genauer kann ich mich nicht erinnern. Tja, viele ehemalige Raucher wissen das ziemlich genau, weil sie die Tage zählen oder was auch immer. Ich stell mir das wie bei den Anonymen Alkoholiker oder Anonymen Sexsüchtigen vor, wo man für x Tage ein Chip bekommen oder gibt es sowas nur im Fernsehen? Ich kenn keinen der zu solchen Treffen geht, also falls das jemand weiß, möge es mir bitte mitteilen, die Frage ist zwar soeben erst aufgetaucht, aber jetzt interessiert mich das brennend, wie das im deutschsprachigen Raum so abläuft.

Auf jeden Fall, kann ich nicht mehr genau sagen, wie es dazu kam, vielleicht war es der satanisch heiße Sommer letztes Jahr oder einfach die persönliche Unzufriedenheit mit meinem Leben, meines Daseins oder meiner persönlichen Weiterentwicklung. Aber die Zigaretten hatten nicht mehr den befriedigenden Geschmack wie einst. anno dazumal.. *kicher*

Ich kann nicht einmal sagen, seit wann ich rauche, denn den ersten Zug hatte ich sicherlich erst mit 16… aber geraucht habe ich damals sicherlich nicht. Ich hätte es mir nicht einmal leisten können… Ab und zu… aber sicher.. welcher Jugendlicher macht das nicht.. warum hab ich damals angefangen? Na aus coolness.. ich würde es nochmals tun.. so ehrlich bin ich.. Ich bereue es auch nicht, dass ich jahrelang geraucht habe.. in meiner stärksten Zeit waren es doch so ca 25 zigaretten am tag.. aber zu der Zeit habe ich auch neben meinen PC parallel geraucht und jeder der das mal gemacht hat, weiß, dass da mehr die Tapeten versaut werden, als die Lunge selber.

Auf jeden Fall hab ich dann entschieden von einem Tag auf den anderen einfach aufzuhören. Nun kommen wir zur Überschrift: Stolz und Voruteil!

Voruteil: Ich habe keine Erfahrungen mit dem aufhören zum Rauchen, ich habe nur Beobachtungen: Keiner schafft es beim ersten mal, es ist verdammt schwer und kein Raucher darf in der Nähe eines frischen Nichtrauchers, man braucht Nikotinpflaster, Süssigkeiten und jede Menge Kaugummis um den Tag zu überleben… Tja, meiner Meinung nach: Bullshit! Ein leichtes Unwohlsein, etwas nervöser für ca 48 h – körperlicher Entzug (hab ich mal bei einem Raucherentwöhnungsprogramm gehört) und der Spuk ist zu Ende.

Da ich ein geborender Masochist bin, hatte ich meinen Wochenvorrat an Zigaretten (es waren 5 Packerl) in greifbarer Nähe, also eines in meinem Mantel, eines im Büro und natürlich zu Hause. Also immer griffbereit, falls die Lust größer als die Vernunft ist. Ich bin mit meinen Rauchermädels 2 Tage nicht rauchen gegangen – als Vorsorge, da ja angeblich der Anfang so hart ist

Einmal.. das war echt amüsant.. warte ich auf meine Bim (Straßenbahn) und auf einmal hatte ich die Tschick im Mund – tja, da merkt man erst so richtig, wie oft die Hände automatisch handeln ohne das man es so richtig mitkriegt. Ich bekam es mit, weil das Feuerzeug nicht dort war, wo es sonst immer war. Während ich das neumodische Feuersteinchen suchte, fiel mir ein: du rauchst ja nimmer. Dann hab ich gelächelt und die Kippe wieder eingesteckt.

Ich habe an einem Montag aufgehört, das weiß ich genau, weil ich mir dachte unter der Woche wird es etwas leichter sein, als am Wochenende. Am Wochenende hat man einfach viel zu viel Zeit zum nachdenken bzw. daran zu denken, was man alles so vermisst 😉 Und ich hatte Recht, zu Hause habe ich mir eine Beschäftigung suchen müssen. bzw. ich habe mir oft in der Werbepause gedacht: jetzt bin ich immer rauchen gegangen, was mach ich jetzt?

Am Wochenende (Sonntag Abend) war es dann soweit: Ich musste mir eine anzünden. Ich habe mir eingeredet, weil ich testen wollte, wie es mir schmeckt. Aber im Nachhinein meine ich, dass ich einfach ’schwach‘ war. Aber dafür hatte ich ja meine Reservezigaretten. Abgesehen davon, mir hat mal ein Entwöhner gesagt, dass selbst wenn man mal zur Tschick greift, man nach dieser immer noch sagen kann: ok, ich war schwach, aber ab jetzt bin ich Nicht-Raucher!

Also ab zum Fenster und Fuppe an… Lungenzug… Übelkeit.. noch ein Zug… noch mehr Übelkeit.. Schwindel.. abäschern, wegschmeißen… danke, aber nein danke.. War das damals mit 16 auch so??? Echt? Diesen Geschmack mochte ich? Ich schwöre mir war dann mindestens 2-3 h schlecht bzw. hatte ich Schwindel und ich schwöre, selbst einen Monat später als ich an meine Sonntagszigarette dachte, wurde mir wieder schlecht und das hat mich auch ‚gerettet‘ nicht wieder anzufangen – denk ich.. also im Nachhinein finde ich es sehr gut, dass ich der Versuchung freien Lauf ließ und es ausprobierte.

Stolz: Viele meinen, ich kann stolz darauf sein, dass ich aufgehört habe. Ich soll stolz darauf sein, dass ich nicht mehr Sklave der Tabakindustrie bin. Doch leider entwickle ich so gar nichts, dass man Stolz beschreiben könnte.

Ich habe auch die Antwort darauf: Es war zu leicht. Es hat mir fast keine Mühe gekostet. Es ist nicht wie das vergangen Jahr, dass ich mich zum trainieren zwingen musste oder auf einen Mäcibesuch oder was auch immer. Es war keine Antrengung dabei und ist es nicht anstrengend, worauf sollte man dann stolz sein. Das ist so, als ob man jeden Tag auf sich Stolz ist, weil man kacken war (sorry, für die ausdrucksweise, aber das ist ein sehr passendes Beispiel dafür). Den selbst diese Tätigkeit empfinde ich an manchen Tagen anstrengender als das Rauchen aufzugeben. Wenn ich wochenlang mit meinem inneren Schweinehund gekämpf hätte, dann würde ich Stolz entwickeln. Aber so,.. ich habe von einer Stunde auf die andere aufgehört, ich habe ein paar Tage gedacht, so wie ich auch an meinen Ex gedacht habe, als er auszog und das war’s. Sorry..

Also bei dieser Thematik empfinde ich Stolz und Vorurteil als vollkommen überbewertet. Wer aufhören will, soll aufhören. Glaubt nicht an die Werbefuzzis die meinen, dass es ohne Nicorette oder sonstigen Hilfen nicht geht. Apropos Hilfsmittel: eine Arbeitskollegin hat eine elektronische Zigarette mit Nikotinersatz oder irgendsowas über ein Jahr geraucht. Es reichte ihr. Sie war zufrieden. Aber sie zog nicht weniger an der Ersatzzigarette. Vor ein paar Wochen habe ich sie wieder richtige Zigaretten rauchen sehen. Dh das ganze Zeug ist teuer und bringt scheinbar nicht wirklich was – zumindestens kenne ich keinen der mit solchen Hilfsmittel aufgehört hat. Alle die aufgehört haben und die ich kenne, taten es von einem Tag auf den anderen: aufgrund von Hormonen (Schwangerschaft), Lungenentzündung oder wie ich aus Geschmacklosigkeit.

Und am Ende noch eine ganz spannende Beobachtung: Seit dem ersten Tag kann ich in einem vollgerauchten Cafe sitzen und stundenlang plaudern ABER wenn auf der Straße (an der frischen Luft) jemand vor mir raucht oder der Wind so geht, dass der Rauch zu mir weht, dann könnte ich kotzen. Das fand ich vom ersten Tag an spannend und versteh ich überhaupt nicht, warum dem so ist.

Meine Freundin raucht in meiner Wohnung weiterhin, wenn sie auf Besuch ist und es juckt mich gar nicht, aber wenn sie dann weg ist, dann finde ich den Gestank in meinen Haaren echt der Hammer – aber erst nachdem ich die Fenster aufgerissen habe.

Aber ich bin immer noch gegen die strengen Nicht-Raucher-Gesetze, ich bin immer noch der Meinung, dass die Raucher einen Raum haben sollen, wo sie ihrer Sucht befriedigen können der nicht 1×1 m sein sollte und jeglicher militanter Nichtraucher, der im Nebenraum sitzt und sich gestört fühlt, den frage ich:

Woher zum Teufel weißt du, ob du Mund- oder Schweißgeruch entwickelst und ich in deiner Nähe das Gefühl habe zu ersticken, wenn du die Pappen aufreißt oder an mir vorbeigehst? (Auch das mußte jetzt sein, als jahrelange Raucherin empfand ich es als starke Diskriminierung, dass man mir jegliche Möglichkeit nehmen wollte zu rauchen.)

Eure (nichtstolze) Nichtraucherin

 

 

 

 

Bin nur mal kurz Zigaretten holen! oder Eine ziemlich lange Schaffenspause!

Das nenne ich mal eine kurze Schaffenspause! 7 Monate.. Über ein halbes Jahr… Hat’s was gebracht?

Naja sagen wir mal so, zum erzählen gibt es genug, neue Kategorien werden noch erstellt, sodass ich genug zum niederschreiben habe – zumindestens bis zur nächsten Schaffenspause.. Meine Kategorien zu denen ich meinen Schmarr’n hinzufügen möchte lauten:

 

Kategorie ‚Der Kampf mit den Kilos oder Warum zum Teufel muss man sich für Schönheit quälen?:

Da hat sich viel getan, aber ich enttäusche meine liebe Leserschaft sehr ungern, nicht im positiven Sinne. Aber auch nicht gar so negativ, also cool down. Aber die Frage wird mich wohl noch weiterhin beschäftigen: warum zum Teufel man sich so quälen muss und ich will ja nicht einmal Size Zero, mir reicht ja schon Größe 42/44 – bin ja echt ein ziemlich genügsamer Mensch. Echt jetzt..

 

Kategoire neu: ‚Strickliesel oder Häckelliesel‘:

Ich weiß davon gibt es echt schöne professionelle Blogs. Mir egal. Ich habe ein Aufmerksamskeitsdefizit und möchte auch zeigen was ich so leiste, auch wenn die Ergebnisse echt oft zu wünschen übrig lassen bzw. in dieser Kategorie wird es eh nicht soooooooooooooo oft was neues geben, da ich immer wieder ausreden habe, warum ich nicht weiter mache bei meinen Projekten.

 

Kategorie neu: ‚Mein neues Leben oder Von der Bürotussi zum sozialen Dienst‘

Dieser Teil wird hoffentlich die nächsten 3-4 Jahre meine Leserschaft beschäftigen oder eben mich selber. Da hat sich in meiner Schaffenspause auch so einiges getan, was für mein Erdendasein ziemliche Veränderung bedeutet. Ich kann mir auch vorstellen, dass es da ein paar sehr amüsante aber auch enttäuschende Momente geben wird.

 

Aber alles der Reihe nach. 1000 Gedanken,… auf einmal wollen rausspringen,.. jetzt versteh ich, warum manch einer sich vorher was ‚vorschreiben‘ möchte *augenzwinker* zum Nachbar…

Also zusammenfassend: Die Welt hat sich weitergedreht, die Jahreszeiten sind gekommen und gegangen (außer der Winter, der will in dieser Saison nicht ganz so wirklich raus – stört mich persönlich gar nicht) und auch meine Welt hat sich irgendwie total gedreht, gewendet, sodass sie mir teilweise total verdreht vorkommt. Aber große Veränderungen gehören im Leben bekanntlich dazu, auch wenn ich sagen muss, dass die letzten Monate für mich ziemlich heftig waren. Wie sagt man so schön: Alles was uns nicht umbringt macht uns nur härter.

Eure Harte (nach ihrer längeren Schaffenspause)

 

 

Hitzewelle! oder Jeder Mensch braucht mal eine „Schaffenspause“!

Heiß, heißer, am heißesten! Hitzewelle hat Wien ganz fest in Griff. Natürlich nicht nur Wien, aber ich bin nun hier und schwitze und schwitze und schwitze…

Daher entschied ich mich für eine Hitzepause. Seit zwei Wochen trainier ich nicht mehr und fange erst nach der Hitzewelle wieder an. Tja, ich dachte das wäre dann morgen gewesen, aber DENKSTE! Weiter gehts…

Wenn es in meiner Wohnung nicht über 30 Grad hätte, hätte, könnte, sollte ich.. aber so… ne, ich schwitz schon im sitzen, dann tu ich mir ein bisschen gehopse auch nicht an 😉

Meine Entscheidung unterstützt scheinbar auch die Waage. Auch wenn mein Eiskonsum um 500 % gestiegen ist, nehme ich nicht zu – Gott sei dank. Tja, was will ich mehr.

 

07.07.2013 137,4
14.07.2013 136,1
21.07.2013 135,7
28.07.2013 135,3

Für irgendwelche hochphilosophische Weisheiten ist hier auch zu heiß, daher belasse ich es heute auf ein Minimum. Ich hau mich in die waagrechte zum meinem Ventilator und hoffe, dass bald Montag ist, damit ich wieder in meine klimatisierte Arbeitsstätte schreiten kann. Denn dort hält es sich aus 😉

Eure Hitzeurlauberin

 

Das Ende des Ziels! oder Versagen auf der ganzen Linie!

Zeit für ein Resumée! Zeit für die Abrechnung! Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen!

1. Halbjahr 2013

Tja, was soll man dazu sagen.. Eigentlich sollte mit dem heutigen Tag 120 kg stehen, stattdessen steht da etwas mehr drauf. Immerhin ist die Tabelle schön. *lach* So und jetzt das ganze in Zahlen, wenn das jemand nicht lesen kann.

23.12.2012 140
30.12.2012 139
06.01.2013 140,2
13.01.2013 139,5
20.01.2013 139,5
27.01.2013 139
03.02.2013 138
10.02.2013 135,6
17.02.2013 136,3
24.02.2013 135,7
03.03.2013 135,7
10.03.2013 135,9
17.03.2013 134,7
24.03.2013 137,2
31.03.2013 136,2
07.04.2013 136,6
14.04.2013 135,9
21.04.2013 136,6
28.04.2013 135,7
05.05.2013 135,7
12.05.2013 135,9
19.05.2013 135,8
26.05.2013 136,3
02.06.2013 136,8
09.06.2013 136,2
16.06.2013 135,9
23.06.2013 135,9
30.06.2013 135,5

Tja, macht das Bild auch nicht besser. Aber da muss man schon mehr lesen und vielelicht kommt man ja nicht bis zum Ende *lach*

Aufmerskame Leser wissen, was das bedeutet. Berlin ist mal gestrichen im Oktober. Ziel nicht erreicht, daher gibt es auch keine Belohnung. Strenge muss sein… Auch wenn ich immer öfters höre, dass ich viel zu streng zu mir selber bin. Aber ich glaube, ich kann da gar nicht anders.

So aber laut Überschrift gibt es da noch mehr und in Wirklichkeit geht es mir auch ziemlich bescheiden. Weil ich mir wirklich wie der größte Versager der Welt vorkomme. Dass das heutige Ziel nicht erreicht haben werde, wusste ich schon schon vor ein paar Wochen und war auch nur der letzte Tropfen (darauf konnte ich mich ja schon psychisch vorbereiten). Aber alles der Reihe nach.

Das ich Versagensängste habe, das wissen wir schon oder kann man sich denken, wenn man sich meinen Blog so durchliest. Deswegen hartes Training, auch wenn man mal mehr oder weniger Schmerzen hat. Aber ich weiß ja, wofür ich das tue, damit ich mal nicht als Versagerin dastehe. Ich habe noch mit keinem darüber reden können, weil mir dass erst am Freitag bei der Massage klar geworden ist, dass ich mich selber nicht leiden kann, aufgrund der jüngsten Ereignisse.

Nun zum Anfang. War bei euch auch so eine Affenhitze wie in Wien vor zwei Wochen? Also das war ja echt die Hölle. In der Arbeit war es echt super, dank Klimaanlage. Da geht man doch echt gerne arbeiten *lach*. Nach der Arbeit, schnell nach Hause und bei der Affenhitze trainieren. Ich glaube ich habe jeden Tag mehr als 100 l Schweiß lassen. Es war echt mehr als anstrengend. Wie machen das bitteschön Leistungssportler??? Würde mich echt interessieren. Bei mir in der Wohnung hatte es dann schon 30 Grad und bei jedem Schritt öffneten sich die Schweißdrüsen und wollten dem Hochwasser vor 3-4 Wochen Konkurenz machen.

Trotz diversen guten Ratschlägen, ich sollte doch Pause machen bei der Affenhitze, hab ich es durchgezogen. Es stand nämlich der Betriebsausflug ins Haus und ich wollte endlich einmal nicht wie der letzte Loser dastehen, da der größte Motorikpark Europas am Plan stand und am nächsten Tag ein Kinder- und Familienfreundlicher Wandertag. Nachdem man 6 Monate – mehr oder weniger – brav trainiert hat und man echt ein besseres Körpergefühl hat und sich im Großen und Ganzen gut fühlt, sollte das Wochenende MEINS werden.

Es wurde MEINS. Aber nicht im Positiven, wie ich gedacht hatte. Am Freitag ging es los mit dem Betriebsausflug und jeder der Mal Urlaub in Österreich machen will, kann ich wirklich Gamlitz in der wunderschönen Südsteiermark empfehlen und da gibt es eben Europas größten Motorikpark. Werbung: http://www.motorikpark.com/ 😉 Da gehts um Gleichgewicht, Kraft bzw. auch Bewegungsübungen. Im Vorfeld habe ich die Homepage einige male besucht und ich ich habe mich so dermaßen darauf gefreut. Das war genau meines.

Tja, an dem Tag hat es noch immer nicht abgekühlt. Diese Affenhitze ging mir echt schon auf die Nerven. Nach einigen Stationen war es dann irgedwann soweit, dass ich eine Panikattacke hatte. Ich stand auf so ein Ding auf Federn und das fing an zu wackeln.. nanonanet.. *lach* auf jeden Fall, sagte ich: „Hilfe!“ Doch es war keiner da. Das Ding wackelte immer mehr und dann passierte es. Alles versteifte sich, es wurde immer schlimmer und ich schrie los. (immerhin…) Dann kam die Betreuerin und fragte, ob ich es ernst meinte.. Yo… meine ich.. Meine Kollegen meinten, sie dachten auch ich würde scherzen. Tja.. dem war leider nicht so. Resultat: ab da ging gar nichts mehr… ich habe am ganzen Leib nur noch gezittert wie Espenlaub und erst zwei Stunden später war auch das innere Zittern weg. – Wenn ich jetzt an die Situation denke, dann verkrampft sich bei mir innerlich wieder alles.

Was genau passiert ist, kann ich echt nicht erklären. Aber in der Situation hatte ich echt nur noch Angst, vor dem Fallen. Hoch war es nicht, ich schätze 30-50 cm.. mehr sicherlich nicht… aber ich hatte einfach nur Panik, dass ich mich nicht mehr halten kann und falle. Dadurch – glaube ich – hab ich es geschafft, dass Ding noch mehr zum Wackeln zu bringen. Tja, ich habe dann noch weiter versucht mitzumachen, aber es ging einfach nicht mehr. Hab ich schon erwähnt, dass es Scheißheiß war??? Mir ist dann auch noch schlecht geworden und dann dachte ich mir, so jetzt krieg ich auch noch einen Hitzeschlag und auf Wiedersehen. Im Nachhinein – denke ich – war das aber das Adrenalin, dass mir so schlecht geworden ist.

Das war der Freitag – gefreut, probiert, versagt! Das nennt man wohl Selbstüberschätzung!

Samstag, die Wanderung. Yeah, 6 km – sollte doch lockiflockig funktionieren. Nach dem harten Training! Affenhitze goes on. (Hatten wir doch schon lange nicht mehr, oder?!) An dem Morgen dachte ich mir, gut dass ich das schon getestet habe die ganze Woche und ich weiß, dass ich vor Hitze nicht sterbe und es schaffen werde. Man soll ja positiv denken.

Kinder- und Familienfreundlicher Wanderweg. Tja, keine Ahnung, was das für Kinder oder Familien sind, aber sicherlich keine Stadtfamilien *lach*. Es war echt hart. Gerade Wege gab es da nicht, da ging es wirklich permanent nur bergab und – auf. Da ich ziemlich schnell merkte, dass das kein Zuckerschlecken wird und kein Schatten weit und breit vorhanden ist, ging ich Schneckentempo. Also echt, wenn ich noch langsamer gegangen wäre, hätte mich eine Schnecke überholen können. Aber ich wollte einfach nur durchhalten.

Ich war auch die letzte, aber das störte mich nicht – bei mir waren immer wieder – aus Solidarität – Leute und wir hatten unseren Spass. Dann irgendwann wartete die Gruppe wieder auf mich und als ich ankam hörte ich nur, dass ein Taxi geholt wird und ich solle doch bitte auch mit denen mitfahren. Echt jetzt? Hab ich jetzt was nicht mitbekommen? Gesagt habe ich nicht wirklich was. Aber im Nachhinein, muss ich echt sagen, dass mich das maßlos gestört hat. War ich denen zu langsam oder haben sie sich einfach Sorgen gemacht, dass ich (wir waren erst bei der Hälfte und von der Zeit her, hätten wir schon am Ziel sein sollen) nicht durchhalte. Ich weiß es nicht. Vier von uns wurden abgeholt. Im Nachhinein habe ich auch erfahren, dass die meisten denken, dass ich diejenige war, die abgeholt werden wollte. Stört mich auch maßlos. Obwohl ich ja echt kein Sterbenswörtchen gesagt hätte. Ich glaub eich wäre vorher zusammengebrochen, als wenn ich einen mucks gemacht hätte.

Wieder nicht durchgehalten. Versagt!

Sosehr habe ich mich auf das Wochenende gefreut, weil ich nicht mehr die alte Lisi war und dann ist genau das gleiche passiert, wie bisher. Ich habe nichts durchgezogen bzw. durchgehalten. Jetzt noch mein Stichtag der 30.06. macht alles perfekt.

*mitdenHändenherumfuchtel* ich bin’s, die Lisi… versagt bei jeder Gelegenheit.. – da wird sich wohl nie was ändern *seufz*

Die Woche war ich mehr als nur ein bisschen schlapp, ich dachte, das wäre das harte Wochenende gewesen, Schlafmangel und so. Doch bei der Massage, muss ich ja vor Beginn immer etwas ziehen. (Fläschchen mit Farben, die eine Bedeutung haben.) Was brauch ich und es ist irgendwie eine Anziehungskraft. Klingt blöd, aber nach solanger Zeit glaub ich echt schon daran, weil ich immer wieder das passende ziehe. Ich glaube, nur einmal, konnte ich nichts mit dem „gezogenen“ anfangen. Doch diesmal konnte ich nichts ziehen. Ich ließ meine Hand drüber und da war nichts. Tja, .. einfache Leere… Ich bin einfach nur müde, ausgelaugt und ich will nur noch ins Bett schlafen. So hab ich das auch gesagt.

Auf jeden Fall, dürfte mein Körper auch mit der Brigitta nicht sehr kommunikativ gewesen sein. Sie ist erst gegen Ende draufgekommen, dass ich ganz unten bin (psychisch) mir nichts mehr zutraue und das sich auf alles auswirkt,.. Meine extreme Müdigkeit, Lustlosigkeit.. Ich sehe keinen Sinn in vielen. (Wobei trainiert habe ich weiterhin, also dürfte es noch nicht so schlimm sein). Sie versuchte mir zu erklären, dass ich nicht vesagt hätte, dass ich verdammt viel erreicht hätte in der kurzen Zeit. Aber Worte bringen in diesem Fall nichts.. Die Taten sind das ausschlaggebende und die waren nicht befriedigend, nicht genügend, nicht ausreichend…

Meine nächste Versagensangst ist die bevorstehende Prüfung. Ich habe jetzt Urlaub, damit ich lernen kann und ich kann mich einfach nicht zusammenreißen und lernen. Entweder ich trainiere, lieg auf der Couch oder schlafe. Die Luft ist einfach raus. Ist erst mein 3ter Urlaubstag, aber wenn ich nicht bald anfange, dann seh ich wieder mal rot.

Aber das 2te Halbjahr beginnt. Ich habe eine neue Tabelle gemacht, neue Grafik und das heutige Startgewicht eingegeben. Mal schauen was das nächste Halbjahr so bringt.

Eure Versagerin

 

Yogahorror oder Was tut man nicht alles für ein Gratisgoodie?

Es ist kein Geheimnis, dass es mir seit ein paar Wochen ziemlich schlecht geht. Der Zickenkrieg hält an. Wobei ich zugeben muss, seit ein paar Tagen geht es mir Gott sei Dank etwas besser und wie soll es anders sein: Meine liebe Frau Brigitta war wieder das Zündlein zum Bessergehen. Manchmal denke ich, ich weiß nicht, wie ich die 30 Jahre vorher ohne sie überlebt habe.

Massieren ist bei Entzündungen verboten. Daher hat sie ein paar Saugglocken genommen und mal eine Runde gesaugt. *lach* wenn ich das so schreibe, klingt das ja richtig obszön. Aber ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Auf jeden Fall meinte sie, dass bei mir was blockiert ist zwischen Knie und Bauch. Voodoo, Hokuspokus, nennt es wie ihr wollt, es funktionierte bis zu einem gewissen Grad. Ein paar Tage drauf, bekam ich Kehlkopf- und Nebenhöhlenentzündung, aber ich nehme an, dass es raus will. Die bösen Entzündungen (Satan weiche von mir). Vor allem hatte ich es immer nur tageweise, was ich so nicht kenne. War eigenartig. Ich versteh es nicht, aber ich muss nicht alles verstehen. Ich versteh nicht, was blockiert war, was sie getan hat, aber egal. Hauptsache ich kann mich wieder etwas mehr bewegen.

Aber das Training ist weiterhin hart. Vorhin hatte ich Bauch, Bein und Po, wo viele Kniebeugen dabei waren. Naja was soll ich sagen, es schmerzte währenddessen, er schmerzt auch danach. Aber nachdem ich die letzten zwei Wochen jeweil einen halben Kilo zugenommen habe, (Solche Rückschläge habe ich erwartet.) darf ich mich einfach nicht wie ein Mädchen anstellen und einfach machen was möglich ist. Vor allem ist mir gestern auch bewusst geworden, dass meine Schwester auch bald heiraten will, 2014? Da sollte ich vielleicht auch etwas hübscher werden, damit sie sich nicht ganz so für mich schämen muss, das hübsche Ding.

 

19.05.2013 135,8
26.05.2013 136,3
02.06.2013 136,8

Also das hab ich mir gestern vorgenommen, als ob ich gewusst hätte, dass ich wieder zugelegt habe. *lach* Aber die weibliche Intuition soll ja bekanntlich sowieso spitzenmäßig sein. Ne, ganz ehrlich. Also am Donnerstag hatte ich Yogalates (Anmerkung meines inneren Schweinehundes: ich mag kein Yoga, so überhaupt gar nicht). Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, warum dieses doofe Programm mir das überhaupt zumutet, obwohl ich angegeben habe (bei den Einstellungen ganz am Anfang), dass ich nie und nimmer – ich wiederhole – niiiiiiiieeeee und nimmer Yoga machen will. Das hinter einem Programm auch nur Menschen stecken, daher auch Fehler habe ich ja schon mal erörtert.

Ich kenne Yoga. Hab ich schon probiert. Pfui Teifel! Der verkehrte Hund, die Sonnenanbetung und wie das ganze Zeug zum Guckuck nochmals heißt, kann mir echt den Buckel runter rutschen. ABER da war eine Übung dabei: Das Dreieck – die tat mir gut. Also während dieser Übung nicht. Aber da musste man die Kniekehlen dehnen und danach fühlte ich kaum Schmerzen in den Knien. Was soviel heißt wie: Ich mag kein Yoga, aber wenn mir das Programm das wieder mal aufbrummt, werde ich es geduldig über mich ergehen lassen – auch wenn ich die Hälfte der Übungen nicht fähig bin irgendwie durchzuführen.

Und der Muskelkater am nächsten Tag, der hat sich echt gewaschen. Wie gesagt, ich halte nichts von Yoga (aufmerksame Leser, werden das spätestens jetzt begriffen haben *kicher*), aber es scheint dem Körper gut zu tun und obwohl es wie wischiwaschi erscheint, es geht ordentlich in die Muskulatur.

Freitag Pause. A) zu spät heim B) Muskelkater im Rücken und in den Armen – aber holla die Waldfee.

Gestern hatte ich echt keine Lust. Ich könnte nicht einmal die Knieschmerzen als Ausrede nehmen, aber ich guckte ein paar sehr spannende Filme *lach* Und dann hab ich an dich gedacht, Hebus. Hab dich schon mal angejammert an einem Samstag und du meintest damals, ich trainiere unter der Woche auch erst um 19 Uhr. Vorher ist einfach noch nicht meine Zeit. Wieder den inneren Schweinehund die Zunge gezeigt und Punkt 19 Uhr auf der Matte gestanden (schön, dass dieses Sprichwort mal wortwörtlich genommen werden kann *kicher*). Lief echt gut. Es war viel Beinarbeit und natürlich zur Abwechslung mal Schmerzen in den Knien. Aber ich habe es überlebt und danach ging es mir wieder etwas beser. Beobachtung: manche Kurse sind trotz Schmerzen währenddessen, danch ganz angenehm. Nix deutscher Satz, aber ich bin in Eile und da müsst ihr nun mal das lesen, was mein verwirrter Kopf so von sich gibt *lach*.

Auf jeden Fall, bekam ich von newmoove eine e-mail, dass es einen neuen Wettbewerb gibt. Wer vom 01.06. – 06.07. (ich glaube das Enddatum ist so) die meisten Kurse bzw. am meisten trainiert, bekommt ein Strandhandtuch gratis. Es gelten die Top 100! Na da bin ich doch glatt dabei. Gratis ist gratis. Brauchen tu ich es nicht wirklich, weil ich an keinen Strand gehe. Aber ich glaube es wäre bzw. es ist ein netter Anreiz, zu wissen, dass man zu den Top 100 gehört. Was heißt, ich fange einfach wieder an täglich zu trainieren. Wenn der Zickenkrieg irgendwann wirklich zu groß ist, such ich mir einfach (ich kann jetzt nicht glauben, dass ich das wirklich freiwillig sage/schreibe) einen Yogakurs aus. Jetzt ist es raus. *fürcht* Womöglich werde ich noch zum Yogafan? Naja, ich glaube das passiert erst, wenn Österreich im Fussball Weltmeister wird. *nochmehrfürcht* (Wir spielen zur Zeit angeblich nicht schlecht.) Aber das ist ja doch etwas sehr unrealistisch.

Also Strandhandtuch ich komme!

Eure Top 100

 

Tablettensucht! oder Das Leben ist wie eine Schachtel Kapseln oder so ähnlich!

Vorweg einmal: Danke Sonja, für das nette Kommentar. Es ist auch schön zu hören, dass auch außerhalb meines Verstandes, jemand stolz auf mich ist. Jeder von uns will für seine „Arbeit“ gewürdigt werden. Das ist natürlich beim „Sporteln“ nicht anders. 😉

Bevor ich auf mein Thema zur Überschrift komme. Erzähl ich einen kurzen Schwank aus meinem Leben. Obwohl das eh mit der Überschrift auch zusammenhängt, wenn ich es mir genau überlege.

Ich kann mir im Leben bzw. mit meiner Gesundheit ziemlich gut selber helfen. Ich frage unter Freunden nach, ich lese im Internet und erspare mir die ‚Schmach‘ zu einem Arzt zu gehen. Wenn man soviele negative Erfahrungen mit den lieben studierenden in Weiß hat, dann geht man nun mal nicht wegen jedem Zwicken zum Arzt. Wobei ich auch behaupte, dass ich nicht so wehleidig bin und wegen jedem Furz hingehe.

Am Anfang hatte ich Muskelkrämpfe. Kenn ich aber schon von früher bzw. auch vom Wandern, dass wenn ich mich „ein bisschen mehr“ bewege als ich es gewohnt bin, dass ich Wadenkrämpfe kriege. Magnesiumtabletten regelmäßig zu sich nehmen und alles ist gut.

Wenn man auf Diät ist, sollte man Vitamintabletten nehmen, um die zu wenig zugeführten Vitamine aufzustocken. Hab ich lange nicht gemacht, weil ich so dermaßen viel Gemüse und Obst esse, da müsste doch alles dabei sein. DENKSTE!

Ich habe sicherlich erzählt, dass ich Herzrhytmusstörungen hatte. Und jetzt geht mein Dank an Stephen King! Nachdem ich zu der Zeit gerade ein Buch las: „Der Fluch“ (geht um einen Übergewichtigen, der mit einem Zigeunerfluch belegt wird und unkontrolliert abnimmt) und darin las ich, dass bei Herzrhytmusstörungen Kalium hilft.

Zur gleichen Zeit fing an mein Zahnfleisch zu bluten, meine Fingernägel wurden brüchig und das Nagelbett rissig. Also ab zur Apotheke. Dort hab ich mal gefragt, ob es stimmt, dass Kalium gegen Herzrhytmusstörungen hilft. Dies wurde bejaht. Und da passierte es das erste mal, was ich am Anfang erzählen wollte und mich zum Schmunzeln bringt. Mit den Herrn Magister hab ich mich halt über meine „Beschwerden“ unterhalten und er meinte, ich habe eindeutig, Kalium, Vitamin-D, Eisen.. und-was-weiß-ich-Mangel. Und jetzt ohne Übertreibung und er meinte: „Wenn Sie Leistungsport betreiben, da müssen Sie gewisse Dinge Ihrem Körper extra zuführen!“

Leistungsport?????????????? Ich?????????? Ist er blind? Seh ich aus, als würde ich Leistungsport betreiben? Gesagt hab ich nichts, gedacht habe ich mir, was für ein Schleimscheißer. Gut, also habe ich jetzt auch Vitamintabletten für Sportler erhalten, wo mehr Kalium dabei ist. Ich soll aber die Magnesiumtabletten trotzdem noch dazu nehmen. Mein Körper braucht das. UND: Er war ja fast herzig. Er meinte, ich könnte ja zusätzlich auch jeden Tag eine Banane essen (Kaliumspender), aber das werde ich wahrscheinlich nicht tun, weil da soviel Zucker ist. Da hab ich wirklich gelächelt und gesagt.. ist okay, auf Zucker steh ich *lach* Also ist eine Banane jetzt auch fast täglich auf meinem Speiseplan, meistens zum Müsli.

Dann kam der Bericht über YoYo-Effekt, wo ich feststellte, ich mache scheinbar alles richtig (hab ich bereits letzte Woche erzählt). Das einzige, wenn man Kraftsport macht (und das scheint wichtiger zu sein, als Ausdauersport zwecks Museklaufbau) sollte man 1,5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht essen. Gut, das ist in meinem Fall etwas sehr viel. Aber ich habe auf die Eiweißzufuhr nie besonders geachtet. Internet recherchiert und geguckt, wo es viel von dieses Protein so enthalten ist. Gefunden und beim Einkaufen ein bisschen mehr darauf geachtet. Wird sauteuer und werde ich sicherlich nicht ausschließlcih machen. Die Bananen kosten schon schweinegeld.

Das war letztes Wochenende. Da fingen ja plötzlich an meine Gelenke zu entzünden und das ist dann wirklich ziemlcih schlimm geworden. Kaum aufstehen können, in die Knie gar nicht zu denken, Stiegen steigen *fürcht*.

Dienstags war ich etwas shoppen und beim Müller las ich auf einer Packung: Gelatine (hilft angeblich das Eiweiß zu den Gelenken und Knorpeln und Sehen zuzuführen). Zur Not frisst der Teufel bekanntlich auch Fliegen, also ab in den Speiseplan. Schmeckt grauenhaft. Aber ich habe herausgefunden, dass es zum Müsli geht und mit der Banane sowieso. Tja, geholfen hats bis Freitag nicht wirklich.

Laut Internettest ist es nicht der Meniskus, es könnte aber sein, dass ich Rheuma habe. Tja, fragt sich jetzt, was besser ist. Auf jeden Fall, hatte ich dann am Freitag die Schnauze voll und bewegte mich zum Arzt. Widerwillig, aber okay, so kann ich nicht trainieren. Ach so nebenbei, habe trotzdem mein Wochenprogramm durchgezogen, weil ich feststellte, dass es g’hupfte wie g’hatschte ist. Die Schmerzen waren so oder so gleich.

Hat mein Arzt wirklich und wahrhaftig, genau an diesem Tag geschlossen wegen Umbauarbeiten??? Ich dachte ich spinne, da nehm ich meinen ganzen Mut zusammen und geh zum Quacksalber und dann ist er nicht da. Aber nachdem ich sah, dass die Vertretung noch offen hatte, dachte ich mir: Vielleicht eh besser so, die frag ich, wenn sie mich blöd angeht, dann seh ich sie eh nie wieder *bösegrins*

Ab zur Vertretung, zwei Stunden Wartezeit, aber ich habe immer ein Buch mit zum Lesen und daher nicht so schlimm. Dann war ich bei ihr drinnen und erzählte ihr innerhalb einer Minute die Kurzfassung, da sie ja so furchtbar gestresst war und jetzt kommts. Ihr Kommentar war ungefähr so:

dass ich: ja etwas übergewichtig bin (danke, Frau Doktor), aber ich tue ja eh etwas dagegen und wenn ich Leistungsport betreibe, dann muss ich auf jeden Fall Omega 3 Fettsäuren zu mir extra zunehmen, das ist für die Gelenke! Ich soll auch zu einem Sportmediziner gehen und mich von ihm beraten lassen, was ich für Mikronährstoffe oder was auch immer, noch dazu nehmen sollte usw. Ich sollte mal einen Generalcheck machen usw. Auf meine Frage, ob sie einen kennt, weil ich nur einen gefunden hätte in der Nähe. Meinte sie, zu dem brauch ich gar nicht hin, der nimmt sich keine Zeit für mich. Sie kenne einen, aber der geht nicht auf Schein.

Tja, danke für das Gespräch. Thema erledigt für mich. Damit ich Omega 3 Fettsäuren Tabletten bekomme, soll ich bitte zu diesem Geschäft fahren. Abgesehen davon, dass es 17 Uhr war, ich keinen Bock hatte noch irgendwohin zu fahren. Bitte nicht böse sein, dort kosten die Tabletten sicherlich das doppelte als in der Apotheke und die wollen mir sicherlich dann noch mehr andrehen.

Habt ihr den Satz gelesen? Da war es wieder, das Wort Leistungsport. *kopfschüttel* Aber da ich die Frau nicht kenne und nicht vorhabe sie je wieder zu sehen, sagte ich zu ihr: Seh ich so aus, als würde ich Leistungsport betreiben? Ich meine, ich bin etwas sportlicher, mache 4-6 x die Woche was, aber sicherlich nicht wie ein Leistungssportler. Ihr werdet es jetzt nicht glauben, aber ich habe mir die verdammte Antwort nicht gemerkt. Oder sie war so schwammig, dass ich mich nicht erinnern will *lach*.

Sodala und dann wieder ab zur Apotheke. Die kennen mich schon. Diesmal meinte ich, dass ich meinen Meldezettel bald umändern werde. Der liebe Herr Magister war nicht da und so erzählte ich der Kollegin in kurzen Sätzen meinen Werdegang, wie ich hier gelandet bin. Ich sagte auch ganz ehrlich, dass ich ein Geschäft empfohlen bekommen hätte, aber ich davon überzeugt bin, dass sie mir da auch helfen kann. Natürlich kann sie.

Tja, und was soll ich sagen. Ich „fresse“ mittlerweile mehr Tabletten als ein schwerkranker Mensch.

Heute morgen habe ich echt schmunzeln müssen, dass die Hand voll war und ich gespannt bin, ob sich das alles im Mund ausgeht – tut es:

– Magnesiumtablette

– Sport-Vitaminkapsel

– Omega 3 Fettsäurekapseln

– Seractil (Schmerz- und Entzündungshemmendetablette) – soll ich nehmen, bis die Gelenke nicht mehr entzündet sind.

Ach ja und was ich noch habe – ganz vergessen: Gelatinepulver (ins Müsli) und Kieselerdesäuregel (für das Bindegewebe, wegen dem Thema „Hängebauchschwein“)

Meine Küche ist wirklich nicht zu klein oder zu groß, aber die halbe Ablagefläche ist mit lauter solchen Sachen jetzt voll. Ich kann sie auch nicht wegräumen, weil ich sonst vergesse, meine „Drogensucht“ zu befriedigen.

Ach bitte liebe Pharmaunternehmen, erfindet jetzt noch Pillen für Spareribs oder Wiener Schnitzel, damit ich auf das Essen auch noch verzichten kann. Ich habe wirklich kein Problem 30 Kapseln am Tag zu schlucken. Ich find es auch ziemlich effizient.

Übrigens meine Schmerzen sind etwas weniger. Ich habe nicht mehr beim Aufstehen das Gefühl, dass ich einknicke. Vorhin habe ich ein Fünf-Minuten-Programm gemacht, wo ich in die Hocke gehen muss: Das geht noch nicht wirklich ohne Schmerzen. Vielleicht dann morgen. Aber ich schätze einmal, die liebe Frau Doktor hatte Recht mit den Omega 3 Fettsäuren. Sind anscheinend doch nicht nur „Quacksalber“.

Der Zickenkrieg in den Knien lässt nach. Noch ist das letzte Wort aber nicht von denen gesprochen. Aber das wird schon wieder. Ich nehm ja auch eine handvoll Pilllen für meine zickigen Freunde im Körper.

12.05.2013 135,9
19.05.2013 135,8

Und jetzt kann ich mich nicht entscheiden wie ich unterschreiben soll daher spiel ich heute wieder Doppelpersönlichkeit:

Eure Tablettensüchtlerin oder Leistungssportlerin 😉

 

Zickenkrieg! oder Wer aufgibt hat verloren!

Zwei Wochen Pause! Gott, war das schön… naja, die Schmerzen waren unlustig. Aber die zwei Wochen Pause waren schön. Im Hinterkopf flüsterte das schlechte Gewissen: „Du wirst zunehmen. Alles auf Anfang. Hihihi!“ Und es war auch eine Überwindung nichts zu tun. Auf den Körper zu hören und zu sagen: Nein, ich lass der Leiste Zeit. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen immer noch da. Nicht direkt die Leiste, aber meine Hüfte schmerzte, mein Knie wollte keine Stufen steigen. Aber nach zwei Wochen, meinte ich: Nicht mit mir. Jetzt fang ich wieder an. Wenn es schmerzt, dann lass ich eine Übung aus, aber ganz aufgeben werde ich nicht.

Zickenkrieg! Mein Körper rebelliert gegen meinem Geist. In dem Fall ist es mal zur Abwechslung gut, dass ich so ein verdammter Sturschädel bin. Letzten Montag war es soweit. Ich begann. Es funkte. Es schmerzte. Ich hielt durch. Mein Knie zickt. Mein Geist zickt zurück. Warum sollte mein Körper auch eine kleinere Zicke sein, als ich persönlich?

Jeden Tag brav trainiert, bis auf gestern und heute. Warum? Beide Knie zicken jetzt so dermaßen herum, dass ich nachgegeben habe. Meine Gelenke sind entzündet, ich konnte gestern abend kaum noch aufstehen. Aber ich gebe trotzdem nicht auf. Rebellion! Der Kapitän meines Schiffes (also mein Geist) lässt mal seine Crew gewähren und erlaubt ihm zu rasten. Aber ich lasse nicht zu, dass sie die Macht übernehmen. Die meisten Übungen sind ähnliche Kniebeugen, die gehen verdammt schwer und schmerzen auch wie die Hölle. Aber dann mach ich halt keine 90° Squads.

Brigitta meint immer nur, mein Körper merkt langsam, dass es mir Ernst ist. Ich antworte, da immer, nach 5 Monaten soll er es endlich akzeptieren, das was getan wird und nicht mehr aufmucken. *lach* Aber ich wäre nicht ich, wenn es da nicht weiterhin diesen Zickenkrieg gäbe. Körper gegen Geist. Wer gewinnt? Wer aufgibt hat schon verloren. Das ist meine größte Angst. Ich hatte ja viel Zeit zum Nachdenken und habe überlegt, warum ich so hart mir gegenüber bin. Ich habe Angst, dass die Leute sagen: Eh klar, aufgeben wenn es schwierig wird. Ist ja typisch für die Lisi. Deswegen beiße ich durch.

Aufgeben? Sicher nicht. Vor diesem Versuch hätte ich das wahrscheinlich schon lange getan. Aber das positive überwiegt dem negativen und wie schon erwähnt, ich bin ein Sturschädel.

Letzte Woche stand ich mal schwitzend in der U-Bahn und hab mein Spiegelbild gesehen und ich dachte mir. Wow, du hast ja echt abgenommen. Das Gesicht ist schmäller. Interessant finde ich, dass man wochen- oder monatelang nichts sieht und dann ganz plötzlich sieht man sich im Spiegel und sieht Resultate. Das gibt einem wieder einen Auftrieb. Die Hose, die man ohne Probleme schließen kann und nicht mehr auf den Boden liegend mit dem Reißverschluss kämpft.

In den zwei Wochen Pause habe ich auch nicht zugenommen. Im Gegenteil, zuerst habe ich abgenommen und dann gehalten. Das heißt der verfluchte YoYo-Effekt ist auch nicht eingetreten. Wer schon zig Diäten hinter sich hat, hat diesen verflossenen, verhassten „Liebhaber“ akzeptiert und dieser zieht einen psychisch immer wieder runter. Doch auch der ließ mich in Ruhe. Was mich wiederum verdammt stolz macht, weil es mir sagt, ich mache es zur Abwechslung mal richtig. Ich hungere nicht, ich fühl mich körperlich um einiges besser (bis auf die verzickten Knie) und sehe auch Erfolge. Da stört es mich auch nicht, dass auf der Waage (die nächste Zicke) keine Erfolge zu verzeichnen sind. Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich nur von Zicken umgeben. Alles Weiber. (Höchstwahrscheinlich bin ich die allergrößte *lach*)

 

21.04.2013 136,6
28.04.2013 135,7
05.05.2013 135,7
12.05.2013 135,9

Also zusammenfassend: Ich bin so dermaßen stolz auf mich selber. Das meine ich jetzt ganz ehrlich. Ist mir letzte Woche bewusst geworden, dank eines längeren Gespräches mit einer Arbeitskollegin, der ich zusammenfassend alles erzählt habe. Ich glaube darüber zu reden hilft auch, wenn man grade down ist und meint, alles sei scheiße. Eine andere Sichtweise, dass man erkennt, nix ist Scheiße. Eigentlich ist alles sogar sehr gut.

Ich bin stolz, dass ich durchhalte. Ich bin stolz, dass sich mein Körper zum positiven verändert. Ich bin stolz, dass ich es erkenne, dass es gut ist.

Mein Ziel mit Ende Juni auf 120 kg zu kommen, werde ich sicherlich nicht mehr schaffen. Und vor Wochen hätte mich das sicherlich runtergezogen. Aber ganz ehrlich, ich sehe es mittlerweile als Erfolg, dass ich weiterhin trainiere und nicht zunehme. Weil dadurch bin ich 100%ig davon überzeugt, dass mein Körper auch langsam und sicher, sich daran gewöhnt und auch mitgeht. Dh kein Schwibbelschwabbel, kein YoYo-Effekt. Was will Lisi mehr?  Achja, vielleicht kein Zickenkrieg mehr im eigenen „Haus“. Das wäre noch cool. Aber anderseits, wo wäre der Kampf mit den Kilos? Wenn es so leicht wäre, würden wir einfach zu- und abnehmen wie wir wollen und dann wissen wir die harte Arbeit auch nicht mehr zu schätzen.

Eure Zicke & Zicke (Kopf & Körper)